Europäischer Journalistenpreis des Verbandes Deutscher Medizinjournalisten

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Die Preisträger 2010

Zum neunten Mal verleiht heute der Verband Deutscher Medizin­journalisten (VDMJ) den von der Bayer HealthCare AG mit 7.500 € ausge­statteten Euro­päischen Journalistenpreis. Die Jury hatte in diesem Jahr 77 Bewerbungen aus den Bereichen Print, Hörfunk und Fernsehen zu beurteilen, von denen 10 aus dem europäischen Ausland kamen. Der Preis wird zwischen zwei gleichermaßen herausragenden Fernsehbeiträgen geteilt.

Die eine Hälfte des Preises geht an die Kölner Journalistin Dr. Britta Julia Dombrowe für Ihre Fernseh-Dokumentation „Tabu Intersexualität – Menschen zwischen den Geschlechtern“, die am 8. Oktober 2010 erstmals auf ARTE ausgestrahlt wurde. Der Film zeigt den aktuellen wissenschaftlichen Stand zum Thema, bringt Betroffene und ihre Familien vor die Kamera und verdeutlicht damit anschaulich die spezifischen Lebensprobleme dieser Menschen, ohne dabei jemals ins Voyeuristische abzugleiten. Einfühlsam werden die unterschiedlichen Formen der Intersexualität anhand konkreter Schicksale geschildert und mit wissenschaftlichen Fakten und Hintergründen angereichert, so dass sich dem Zuschauer die Komplexität des Phänomens Intersexualität sehr gut erschließt.

Dombrowe ist promovierte Kunsthistorikerin und hat bereits in ihrer Schulzeit erste journalistische Erfahrungen gesammelt. Derzeit arbeitet sie als selbstständige Autorin für Hörfunk und Fernsehen.

Die andere Hälfte des Preises gewinnt der in Berlin lebende Journalist John A. Kantara für seinen Dokumentarfilm „Bizeps, Trizeps & Co. – wie Muskeln unser Leben beeinflussen“, der am 31. Mai 2010 in der Wissenschaftsreihe „hitec“ auf 3sat erstausgestrahlt wurde. Temporeich und kurzweilig illustriert der Film die lebenswichtige Bedeutung der Skelettmuskulatur für Qualität und Dauer unseres Lebens. Er zeigt, dass die Muskulatur ein komplexes Stoffwechselorgan ist, das in enger Wechselwirkung zu anderen Organen steht. Ein moderner, bewegungsarmer Lebensstil hat daher schwerwiegende Konsequenzen für unsere Gesundheit, die der Film lehrreich und unterhaltsam zugleich darstellt.

„Beide Beiträge greifen durchaus problematische Lebens- und Alltagsthemen auf, unterfüttern sie wissenschaftlich und unterhalten den Zuschauer dabei sogar“, sagt Jury-Vorsitzende Dr. Annette Leßmöllmann, Journalistik-Professorin an der Hochschule Darmstadt. „Das ist den Filmemachern ganz hervorragend gelungen.“ Kantara ist Diplom-Politologe und studierter Journalist und arbeitet als freier Autor für zahlreiche Medien.

Bild zur Preisverleihung 2010


v. links: Antja Kassel (Bayer HealthCare AG), Prof. John Kantara (Preisträger), Prof. Annette Leßmöllmann, Dr. Regina Oehler (Jury-Mitglieder) Anmerkung: Frau Dr. Dombrowe konnte leider nicht an der Preisverleihung teilnehmen.


Die Preisträger 2009

Zum achten Mal verleiht der Verband Deutscher Medizinjournalisten (VDMJ) den von der Bayer HealthCare AG mit Euro 7.500,- ausgestatteten Europäischen Journalistenpreis.

Die Jury hatte 53 Bewerbungen aus den Bereichen Print, Hörfunk und Fernsehen zu beurteilen, von denen 11 aus dem europäischen Ausland kamen. Die Qualität war insgesamt sehr hoch und die Jury entschied sich, den Preis zwischen zwei gleichermaßen herausragenden Beiträgen zu teilen.

Die eine Hälfte des Preises geht an den österreichischen Fernsehjournalisten Martin Thür für seinen TV-Beitrag „ATV Dokument - Volkssport Doping“, der am 22. Juni 2009 im ATV, dem größten privaten TV-Sender Österreichs, ausgestrahlt wurde. Temporeich, kurzweilig und üppig bebildert führt Thür den Zuschauer durch die Welt des Dopings, die neben den Profi-Athleten längst auch die Amateursportlerszene umfasst. Anschaulich stellt Thür die unterschätzte Dimension des Problems und die schwerwiegenden gesundheitlichen Folgeerscheinungen dar. Er beschreibt die rasante Entwicklung des boomenden Schwarzmarkts mit entsprechenden Substanzen, der von einer Doping-Mafia nach dem Vorbild des Drogenhandels beherrscht wird.

Martin Thür ist Österreicher und begann seine journalistische Laufbahn beim Lokalsender P3 in der niederösterreichischen Landeshauptstadt St. Pölten. Nach verschiedenen Stationen bei anderen Sendern ist er heute als Redakteur für die ATV-Nachrichtenredaktion in Wien tätig und dabei auch für die Produktion von TV-Dokumentationen zuständig.

Die andere Hälfte des Preises gewinnt der deutsche Medizinjournalist Dr. Hellmuth Nordwig für seine Hörfunksendung „Falsche Pillen aus finsteren Kanälen – Ein Blick in die Unterwelt der Medikamentenfälscher“, die am 17. Dezember 2009 im Programm Bayern 2 ausgestrahlt wurde. Nordwig beleuchtet das Problem der Medikamentenfälschungen, das im Zeitalter des Internets eine globale Dimension erreicht hat. In detaillierten Analysen stellt er den Umfang des systematischen Vertriebs gefälschter Arzneimitteln dar, rückt die kriminellen Interessen dahinter in den Blick und thematisiert die vielfältigen Gefahren für die Verbraucher. Durch die Untermalung des Beitrags mit Filmmusik und Texteinspielungen aus „Der dritte Mann“ erinnert er den Hörer daran, das bereits Graham Greene in seinem gleichnamigen Roman die deletären Folgen des Handels mit „gestrecktem“ Penicillin nach dem 2. Weltkrieg beschrieben hat.

Dr. Hellmuth Nordwig ist Diplom-Chemiker, hat in München studiert und wurde dort auch promoviert. Seit einer Hospitanz in der Pressestelle der Fraunhofer-Gesellschaft arbeitet er hauptberuflich als freier Wissenschafts- und Medizinjournalist, vorwiegend für den ARD-Hörfunk (u. a. Bayerischer und Westdeutscher Rundfunk, Deutschlandfunk). Nordwig lebt in Fürstenfeldbruck.

„Gründliche Recherche liefert fesselnde Geschichten – das haben beide Preisträger gezeigt. Sie haben weniger bekannte Zusammenhänge ans Licht gehoben und damit eine sehr wichtige journalistische Tugend gepflegt: das Einordnen“, betont die Juryvorsitzende, Professor Dr. Annette Leßmöllmann, Professorin für Journalistik mit Schwerpunkt Wissenschaftsjournalismus, Hochschule Darmstadt.

Bild zur Preisverleihung 2009


v. l. Helmut Schäfers, Bayer HealthCare AG; Dr. Alison Abbott, Jury-Mitglied; Dr. Hellmut Nordwig, Preisträger; Dr. Regina Oehler, VDMJ-Vorsitzende; Martin Thür, Preisträger; Prof. Dr. Annette Leßmöllmann, Jury-Mitglied; Dr. Julia Rautenstrauch, Jury-Mitglied



Der Preisträger 2008

Zum siebten Mal verleiht der Verband Deutscher Medizin­journalisten (VDMJ) den von der Bayer HealthCare AG mit Euro 7.500,- ausge­statteten Euro­päischen Journalistenpreis.

Die Jury hatte 58 Bewerbungen aus den Bereichen Print, Hörfunk und Fernsehen zu beurteilen. Gewinner wurde der Print-Beitrag des Kölner Journalisten Volker Stollorz, der am 21.08.2008 in der Wochenzeitung DIE ZEIT publiziert wurde:
„Das blaue Wunder. Ein alter Farbstoff soll die Alzheimersche Krankheit lindern. Die Fachwelt rätselt, ob es sich um eine Ente handelt - oder um eine sensationelle Entdeckung.“

Der Autor greift in seinem Artikel eine klinische Studie an Alzheimer-Patienten auf, deren Erstvorstellung beim internationalen Alzheimerkongress in Chicago im Juli 2008 enormes Aufsehen erregt hatte. Die schottischen Studienleiter hatten eine Wirksamkeit des klassischen Farbstoffs Methylenblau postuliert, die alle bisherigen Behandlungserfolge der rätselhaften Hirnerkrankung weit übertreffen soll. Gleichzeitig brachten sie damit auch das gängige Erklärungsmodell für die Alzheimersche Krankheit ins Wanken. Die Validität ihrer Studienergebnisse blieb allerdings bis heute unklar.

Volker Stollorz hat die Geschichte hinter dieser aktuellen Meldung sorgfältig recherchiert und die bestehenden Unsicherheiten in der Bewertung des scheinbaren Fortschritts in der Alzheimerforschung mit der gebotenen journalistischen Distanz beschrieben. Dabei bereitet er die komplizierte Materie so auf, dass die Leserinnen und Leser in die Geschichte hineingezogen werden. „Volker Stollorz erzählt in seinem Artikel den eigenen Erkenntnis- und Rechercheprozess und regt damit zum Mitdenken an“, sagt die Vorsitzende der Jury, Dr. Regina Oehler. „Dieser Dreiklang aus Rechercheleistung, Erzählhaltung und journalistischer Distanz zum Thema hat die Jury überzeugt.“ Stollorz lässt sich nicht von der Euphorie vermeintlicher „good news“ anstecken und weckt keine unberechtigten Hoffnungen beim Leser. Vielmehr bleibt seine Reportage stets sachlich und informativ und könnte damit geradezu als Lehrstück für die Beurteilung neuer Forschungsergebnisse gelten, die leider allzu oft verfrüht von den Medien als vermeintliche „Durchbrüche“ gefeiert werden.

Volker Stollorz ist Diplom-Biologe, Buchautor und freier Wissenschaftsjournalist, lebt in Köln und arbeitet unter anderem für Tages- und Wochenzeitungen, überregionale Magazine und das WDR-Fernsehen. Er ist Mitglied der Wissenschafts-Pressekonferenz und hat für seine Arbeiten zahlreiche Preise erhalten, unter anderem den renommierten Georg von Holtzbrinck Preis für Wissenschaftsjournalismus.


Bild zur Preisverleihung 2008

Preisträger 2008
von links: Helmut Schäfers, Bayer HealthCare AG, Dr. Regina Oehler, Jury-Vorsitzende,
Volker Stollorz, Preisträger, Torsten Hoffmann, Vorsitzender VDMJ


Die Preisträger 2007

Zum sechsten Mal verleiht  der Verband Deutscher Medizin­journalisten (VDMJ) den von der Bayer HealthCare AG mit Euro 7.500,- ausge­statteten Euro­päischen Journalistenpreis.

Der Preis in der Kategorie Print geht an den polnischen Journalisten Pawel Walewski für seinen Beitrag „Gorycz zwycięstwa“ (auf Deutsch: „Bitterer Sieg“)  der am 31. März 2007 im polnischen Nachrichtenmagazin „Polityka“  publiziert wurde.

In einer eindrücklichen Reportage beschreibt der Autor die Bewältigungsprobleme von überlebenden Krebspatienten. Sie haben die erste Schlacht gegen die heimtückische Krankheit gewonnen, können sich aber des Sieges nie gewiss sein. Der Krebs ist zwar fürs Erste gezähmt, aber die Angst bleibt. Illustriert durch zahlreiche Zitate von Krebspatienten, Angehörigen und Ärzten beschreibt Walewski die emotionalen Belastungen überlebender Krebspatienten und zeigt mögliche Bewältigungsstrategien auf. Dabei unterteilt er seinen Beitrag in fünf Abschnitte, die wie Überlebensregeln betitelt sind und den Leser tief in die ambivalente Gefühlswelt der Betroffenen hineinführen.

Pawel Walewski ist ausgebildeter Mediziner und Journalist und arbeitet als freier Journalist und Medizinredakteur beim Wochenmagazin „Polityka“ in Warschau.

 Der Preis für den TV-Beitrag geht an die WDR-Redakteurin Anahita Parastar für den Beitrag „Koma – Gibt es einen Weg zurück ins Leben?“, der am 4. September 2007 in der Sendung “Quarks & Co.“ des WDR-Fernsehens thematisiert wurde.

Anhand zahlreicher konkreter Beispiele greift die Sendung unterschiedliche Komaformen auf, erläutert die Möglichkeiten und Grenzen der Diagnose und stellt neueste Forschungsergebnisse vor. Abgrenzend vom Koma mit Bewusstseinsverlust wird auch das so genannte „locked-in“-Syndrom thematisiert, bei dem die Betroffenen bei vollem Bewusstsein in den eigenen Körper eingeschlossen sind.

Die filmische Umsetzung lebt vom stetigen Wechsel zwischen unterschiedlichen Ebenen, etwa zwischen Patient, Arzt und Wissenschaftler oder zwischen geschichtlicher Entwicklung, neuesten Forschungsergebnissen und Gefühlen. In der Verknüpfung entsteht ein gut verständliches und umfassendes Gesamtbild, das eine ausgezeichnete Hintergrund-Recherche verrät.

Anahita Parastar ist Deutsch-Iranerin und Diplom-Biologin mit journalistischer Zusatzqualifikation. Sie arbeitet als Redakteurin in der Programmgruppe Wissenschaft des WDR in Köln.


Bilder zur Preisverleihung 2007





Die Preisträger 2006

Europäischer Journalistenpreis geht an Beate Lakotta und Dr. Tim Freyer


Zum fünften Mal verleiht heute der Verband Deutscher Medizin­ournalisten (VDMJ) den von der Bayer HealthCare AG mit Euro 7.500,- ausge­statteten Euro­päischen Journalistenpreis.

Die Jury hatte in diesem Jahr 57 Einreichungen zu beurteilen, von denen zwei Drittel aus Deutschland und ein Drittel aus dem europäischen Ausland kamen. Angesichts vieler exzellenter Bewerbungen fiel der Jury die Wahl schwer. Am Schluss gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen einem Print- und einem TV-Beitrag. Da beide auf ihre Weise einzigartig sind, beschloss die Jury, den Preis zu teilen.
 
Der Preis in der Kategorie Print geht an Beate Lakotta für ihren Beitrag „Alexanders Abschied“, der am 13. November 2006 im SPIEGEL (46/2006) publiziert wurde. Die Autorin wagt sich mit großer Sensibilität an ein Tabu: Das Zulassen des Sterbens bei einem Wachkomapatienten. Sie zeichnet die ethisch-moralisch-rechtlichen Konflikte nach, in die eine Mutter gerät, die im Sinne ihres Sohnes zu handeln versucht. Der Alptraum endet erst, als nach vier Jahren die künstliche Ernährung eingestellt werden darf.

Eindringlich und mit der gebotenen journalistischen Distanz schildert Beate Lakotta die Problematik zwischen Vernunft und Gefühl, Wissen und Nichtwissen, Recht und Medizin. Die Dramaturgie der Geschichte erzeugt einen Sog, der den Leser in das Geschehen hineinzieht und ihn zwingt, sich selbst mit dem Konflikt zu beschäftigen. Die Autorin bezieht klar Stellung: für den Mut, eine finale Entscheidung im Sinne eines Angehörigen zu treffen, für ein Sterben in Würde und gegen eine Lebens­verlängerung um jeden Preis.
Beate Lakotta hat Germanistik und Politikwissenschaft studiert und ist Redakteurin im Wissenschaftsressort des Magazins DER SPIEGEL.
 
Der Preis für den TV-Beitrag geht an Dr. Tim Freyer für sein Feature „Drogen Spezial“, das im Magazin „Welt der Wunder“ erstmals am 12. November 2006 auf RTL II ausgestrahlt wurde. In vier Abschnitten widmet sich der Film über fast 40 Minuten dem Thema Drogen und beleuchtet dabei Designerdrogen, klassische Drogen und Suchtentstehung, die Geschichte von LSD und schließlich den Weg zum Glück ganz ohne Drogen.

Die filmische Umsetzung ist ausgesprochen kurzweilig und kommt ohne erhobenen Zeigefinger daher. Ein besonderer Reiz des Films liegt im Einsatz ganz unterschiedlicher dramaturgischer Techniken. So erzählt Freyer die Geschichte der Entdeckung des LSD durch den Chemiker Alfred Hoffmann wie einen Spielfilm, während er für die chemische Analyse von Ecstasy-Pillen die klassische Form der Wissenschaftsreportage wählt. Die Jury beurteilt den Film als sehr geeignet für den Einsatz in Schulen.
Dr. Tim Freyer ist Facharzt für Allgemeinmedizin und TV-Redakteur bei „Welt der Wunder“.

Bilder zur Preisverleihung 2006






Die Preisträger 2005

Der von Bayer HealthCare AG mit insgesamt 7.500 € dotierte Europäische
Journalistenpreis wurde zum vierten Mal vom Verband Deutscher
Medizinjournalisten im Rahmen seiner Jahrestagung in Wiesbaden am 25.04.2006 verliehen.

Mit 5.000 € zeichnete die Jury den Beitrag "Der Fall Dominik" der
Fernsehjournalistin Beate Klein aus, der in der ARD gesendet wrude. Für
seinen Beitrag "Der Feind in meinem Bett" erhält der Stern-Redakteur Markus Götting den Preis in Höhe von 2.500 €.

"Der Fall Dominik" schildert das tragische Schicksal einen neunjährigen
Jungen, der an Krebs gestorben ist. Seine Leidensgeschichte sorgte im Jahr 2004 für viel öffentliches Aufsehen. Denn ein "Krebsarzt" hatte ihn zum Mittelpunkt einer deutschlandweiten Werbekampagne für seine Vitaminpräparate gemacht. Er wollte beweisen, dass seine umstrittene Therapie auch bei Krebs hilft. Der Arzt hatte mehrfach öffentlich erklärt, Dominik sei geheilt. Im November 2004 stirbt der Junge. Im Streit zwischen Medizinern und Behörden, Eltern und Staatsanwälten wird "Der Fall Dominik" zu einer Schlüsselgeschichte über den Umgang mit Krebs, der Angst und dem Geschäft mit der Hoffnung auf Heilung. Die SWR-Autorin Klein hat den Fall des Jungen fast ein Jahr lang begleitet.

In dem Beitrag "Der Feind in meinem Bett" erzählt Götting im "Stern" seine
ganz persönliche Leidensgeschichte als Schnarcher und das Martyrium seiner Freundin. Er erzählt auf packende und anrührende Weise, was er alles versucht, um sich von einem Übel zu befreien, an dem schätzungsweise 20 Prozent aller Deutschen leidet. Schließlich begreift er, dass rund ums Schnarchen eine parasitäre Industrie entstanden ist, die mit dem Leid und der Verzweiflung von Millionen von Betroffenen ihr Geld verdienen.


Bilder zur Preisverleihung 2005.


Die Preisträger 2004

Am 10.05.2005 verlieh der Verband Deutscher Medizinjournalisten in Berlin im Rahmen der VDMJ-Jahrestagung den Europäischen Journalistenpreis 2004.

Der von der Bayer HealthCare AG mit 7.500 € ausgestattete Preis ging an die Preisträger Heide und Rainer Schwochow, Berlin. Die freien Autoren, Journalisten und Radioregisseure wurden für ihren Beitrag „hortus sanitas“ geehrt. Die sensible Analyse unmenschlicher Arbeitsbedingungen junger Ärzte wurde im RBB Kulturradio und im MDR Kultur gesendet. Die Jury befand, dass sich die Reportage durch eine geschickte Regieführung und die Beleuchtung unterschiedlicher Standpunkte auszeichnet, ohne dabei bewertend einzugreifen. Der „hortus sanitas“ ist kein Ort der Gesundheit, sondern ein Ort der krank macht, und zwar diejenigen, die dort arbeiten. Indem der Beitrag den Blick auf eine Problematik lenkt, die gesellschaftlich noch weitgehend unbemerkt geblieben ist, liefert er zugleich eine wichtige Korrektur des Bilds vom „Halbgott in Weiß“.


Bilder zur Preisverleihung 2004



Die Preisträgerin 2003

Zum zweiten Mal verlieh der Verband Deutscher Medizinjournalisten (VDMJ)
den von der Bayer HealthCare mit 7.500 Euro ausgestatteten Europäischen
Medizinjournalistenpreis.

Die Preisträgerin - Martina Keller - ist freie Journalistin und wurde
für ihren Artikel: "Meine Leber gehört mir. Oder Dir?" ausgezeichnet.
Ihre kritische Betrachtung wurde in der Frankfurter Allgmeinen
Sonntagszeitung veröffentlicht und setzt sich mit der Alternative einer
Lebendspende auseinander. Martina Keller bewertet angesichts der
Knappheit von Spenderorganen ein riskantes Verfahren und stürzt alle
Beteiligten in ein moralisches Dilemma wie das Beispiel der
Leberlebendspende zeigt.

Der Europäische Journalistenpreis wurde am 4. Mai 2004 in Berlin im
Rahmen der VDMJ-Jahrestagung verliehen."



Bilder zur Preisverleihung 2003

Die Preisträger 2002

Der erste Europäische Journalistenpreis des Verbandes Deutscher Medizinjournalisten von Fa. Bayer AG gestiftet und vom Verband Deutscher Medizinjournalisten ausgeschrieben, wurde im Rahmen der zweiten VDMJ-Tagung am 13.05.2003 in Berlin vergeben.

Die Jury bestehend aus Maria-E. Lange-Ernst, Dr. Bernhard Hain, Dr. Julia Rautenstrauch, Anita Heßmann-Kosaris und Gerd G. Fischer einigte sich darauf, den mit 7.500 € dotierten Preis zu teilen.

Er geht zu gleichen Teilen an das Redaktionsteam der Sendung „Sprechstunde“ des DeutschlandRadios und an Harald Brandt.

Die Medizinsendung „Sprechstunde“ des DeutschlandRadios in Köln wird seit 17 Jahren wöchentlich ausgestrahlt. Die Hörer erhalten nicht nur aktuelle medizinische Informationen von einem renommierten Experten, sie können auch mit ihm direkt ins Gespräch kommen. Wegen des großen Erfolgs der „Sprechstunde“ ist di eSendung eine der Säulen im Programm des Deutschlandfunks. Sie ist auch in den Nachbarstaaten der Bundesrepublik zu empfangen.

Brandt, Wiesbaden und Marseille, wurde für sein Feature „Der schwarze Tod in neuen Gewändern“ ausgezeichnet. Vor dem Hintergrund der Pestepedemie von 1720 in Marseille zeigt Brand die sozio-kulturellen Aspekte alter und neuer Suchen auf. Er studierte in Hamburg Philosophie und in Aix-en-Provence Theaterwissenschaft. Mehrere Jahre arbeitete er als Schauspieler in freien Theatergruppen in Südfrankreich. Seit 1986 schreibt er Features und Hörspiele für deutsche und französische Rundfunkanstalten.


Bilder zur Preisverleihung 2002